Monthly Archives: August 2011

Sehenswerte Doku „The Adonis Factor“

Eine sehenswerte Dokumentation über den Körperkult der Schwulenwelt ist „The Adonis Factor“. Sie bietet, neben knackigen Kerlen, einen Blick hinter die Fassaden von Körperkult, Jugendwahn und der Szene.

Es ist schon traurig, wenn man glaubt, nicht so angenommen zu werden, wie man ist und mit sich selbst nicht zufrieden ist. Ich nehme mich da nicht aus. Und werde beim nächsten Mal auf dem Laufband darüber nachdenken.

Der Fußball wird schwul

Die taz hat eine hervorragende Meldung in ihrer heutigen Ausgabe, sie lautet: DFB-Chef Theo Zwanziger revolutioniert den Fußball. Mit dieser kleinen, aber feinen Regelung:

„Ab der Saison 2012/2013 werden alle Bundesligisten dazu verpflichtet, mindestens einen homosexuellen Spieler im Kader zu führen. Wer am ersten Spieltag keinen offiziell homosexuellen Spieler vorweisen kann, darf nicht mehr mitspielen.“

Weiter berichtet sie von der Pressekonferenz, die anwesenden Journalisten sollen nach der Ankündigung dieser Mitteilung erst einmal ungläubig geschwiegen haben.

Kein Wunder, denn diese Nachricht ist – leider – erfunden. Sollte dieser Text je online zu finden sein, reiche ich den Link nach… 🙂

Traumhaftes

Letzte Nacht habe ich wieder von dir geträumt.
Naja, nicht direkt von dir, denn du kamst nicht darin vor. Dein bester Freund aber, den ich eigentlich nicht leiden mag.
Er hat das mit uns natürlich mitbekommen, zumindest konnte er sich seinen Teil denken. Und ich bin eigentlich niemand, der solche Dinge verstecken möchte.
Mit Dinge meine ich meine Gefühle zu dir. Im Traum.
Er fragte mich, warum ich dich nicht endlich in Ruhe ließe.
Es hätte schon lange keinen Sinn mehr.
Ich fühlte mich ertappt. Ich versuchte zu erwidern: „Nun, ich warte eben noch immer auf eine Antwort.“ Doch er ließ nicht locker.
Er sagte dann etwas, was mir die Kinnlade herunterklappen ließ: „Ja, ich weiß. Ich hab ihm davon abgeraten, dir noch einen letzten Brief zu schreiben!“
:-/

Neues von den Linsbrothers: Mach dich nass!

Abkühlung bei diesen heißen Temperaturen gefällig? Es gibt neues von den Linsbrothers: er / sie haben ein Video gedreht, in dem mal zur Abwechslung nicht Lippensynchron getanzt wird , sondern tatsächlich so etwas wie eine Handlung passiert. Aber seht am Besten selbst!

Leidenschaftliche Hoffnungslosigkeit

Wenn ich nicht weiß, in wen ich mich verlieben könnte, dann besinne ich mich einfach auf den Katalog meiner unerfüllten Herzschmerzeleien.

Dann ist mein Beuteschema ziemlich simpel:
Ich wähle das, was ich kenne und jage den, den ich nicht haben kann.

Eine gefährliche Mischung, wenn sich beides in einer Person vereint.
Ein perpetuum Mobile der leidenschaftlichen Hoffnungslosigkeit.

Das beschäftigt mich dann wieder für eine Weile und auch meine Playlist an tieftrauriger Musik findet so endlich wieder Verwendung.

Wenig ist stärker als alte Gefühle. Diese Sehnsucht, die Tagträumereien, die Gedanken an ihn, die Hoffnung auf eine Zeit, in der wir endlich glücklich zusammen sind.

Es webt ein Seil, das uns von je her verbunden hat und mit der Zeit immer immer stärker wurde: Vertrautheit umwickelt von Sehnsucht, unerfülltes Verlangen durchstochen von Aussichtslosigkeit.

Das Band bleibt, bleibt, bleibt, bleibt. Denn wenn es sich auflöst, durchtrennt oder plötzlich verschwindet, dann bin ich wieder allein.

New Age – Marlon Roudette

Toller Song mit einem super Text – ab 16. August im Handel… Merkwürdige Veröffentlichungsstrategien im Jahr 2011. Das Internet spielt dir jedenfalls schon hier den Song.

Taylor Lautner wird auch in seinem nächsten Film Abduction kein Hemd anhaben

Auf den Film, der nichts mit Twilight zu tun hat und „Abduction“ heißt (das englische Wort „Ab“ für Bauchmuskel ist dankenswerter Weise schon im Titel enhalten) bin ich mal sehr gespannt. Jetzt ist ein Produktionsfoto von Taylour Lautner aufgetaucht, das auf mindestens eine Szene im Film hoffen lässt, in der er oben ohne zu sehen ist. 🙂

Von zukünftigen Filmen mit Titeln wie „Abs-olution“, „Ab-bys“, „Ab-bandoned“, „Ab-olition“, „Abs-traction“ oder einfach „Taylor Lautners Abs“ kann man ja schon Mal träumen.


via

Mit wem ich letzte Nacht nicht nach Hause bin

Die schwule Szene, das ist für mich eine regelmäßig stattfindende Party. Da, wo ich herkomme, heißt regelmäßig: alle ein bis zwei Monate. Zeit genug, um das zu verdrängen, was ich dort gesehen habe.

Im besten Fall werden auf solchen Partys die Gayromeo-Profile lebendig: Ich erkenne viele Gesichter wieder (an ein paar hübsche erinnere ich mich gerne zurück), bei anderen fällt mir erst zu spät ein, dass ich das Profil mal geöffnet oder gar mit der Person gechattet habe.

Im schlimmsten Fall werden auf solchen Partys die Gayromeo-Profile lebendig. Man erkennt plötzlich Gesichter oder ähnliche Körperteile wieder, erinnert sich daran, dass man sowas schon mal gesehen hat oder gar von einer Person angeschrieben worden ist.

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber meistens erkenne ich die Leute nicht anhand ihres Profiles. Vielleicht, weil die Fotos alt, unvorteilhaft sind oder die Person einfach nicht so darstellen, wie sie eigentlich ist. Da werden männliche Hengste schnell zu passiven Diven: der Bart bleibt, den Hüftschwung konnte auf dem Foto niemand erahnen.

Aber ansprechen? Es gibt wohl diese Regel, dass man einfach nicht miteinander spricht, wenn man sich sieht oder wiedererkennt. Oder einfach nett findet. Mit nett ist in diesem Fall geil gemeint. Wenn überhaupt bekommt man hinterher(!) eine Nachricht: „Hey, du bist gestern an mir vorbeigelaufen“. Meistens liefern sie aber nicht solche Steilvorlagen, die man mit einem „Warum hast du mich dann gestern nicht angesprochen? Jetzt nützt mir das auch nichts mehr!“ kontern könnte.

Nein, es ist meist perfider. Sie warten nämlich bis zum Schluss in ihrem Versteck, beobachten dich und schreiben dir dann am nächsten Tag eine Nachricht, mit der sie wohl Wissen und Überlegenheit ausdrücken wollen, jedoch nicht ernsthaft eine Antwort erwarten können, wenn sie schreiben: „Naa, hab dich gestern auf Party gesehen. Mit wem biste da denn heim? *grins* “

Gerne würde ich dann antworten „Tja, leider nicht mit dir.“ Doch meistens antworte ich dann nichts, die Chance ist erstmal vertan, auf der Party hätte ich mich ohne Probleme mit ihm unterhalten können, doch jetzt bleibt mir nur wieder das Profil, anhand dessen ich entscheiden muss, ihn im Nachhinein zu treffen. Meistens entscheide ich mich dagegen.

Was bleibt ist also ein Abend auf einer Party, mit Leuten, mit denen man alle etwas gemeinsam hat. Doch es scheint keine Eigenschaft zu sein, die vereint. Eher versucht man sich, möglichst weit von dem anderen zu distanzieren und ihn gar mit Blicken noch herabzusetzen.

Bloß niemanden real ansprechen, er könnte am Ende kein Interesse haben. Das verträgt sich natürlich nicht mit dem eh schon bröckeligen Ego. Und so finde ich mich einen Abend lang alleine tanzend auf der Tanzfläche wieder, gut sichtbar und doch unangesprochen.

Es ist ja nicht so, als wollte ich niemanden ansprechen. Das Problem ist nur, dass ich niemanden sah, den ich ansprechen wollte. So ist das eben, da wo ich herkomme. Hier heißt regelmäßig: alle ein bis zwei Monate. Zeit genug, um zu verdrängen, dass ich dort nicht das gefunden habe, was ich mir erhofft hatte. Zeit genug, um neue Hoffnung zu schöpfen. Beim nächsten Mal klappt es bestimmt.

Du bist es nicht. Offensichtlich.

Geschockt starre ich in ein Gesicht, da auf dem Bildschirm.
Ich beginne zu zittern. Dabei bin ich eigentlich ruhig. Totenstarr.
Als hätte ich ein Gespenst gesehen, besser gesagt: Dich.

Doch du bist es nicht. Offensichtlich.
Er sieht dir nicht ähnlich, aber er ähnelt dir so unglaublich.
Der gesenkte Kopf beim Reden, diese nachdenkliche, verträumte Art, dann wieder der aufmerksame Blick.
Seine tiefen, dunklen Augen, traurig und voller Geheimnisse, sie schauen mich direkt an.
Das Zittern wird zu einem Beben. Nicht ich wackele, sondern mein Zimmer, die Wände.
Sie beben. Vor Anspannung. Ich erkenne Dich – und alle alten Gefühle flammen wieder auf.

Er ist wie du. Ich glaube es nicht. Er ist wie du.
Es ist, als ob du mich anschaust, als ob ich dir wieder gegenüber sitzen würde, wieder mit dir reden könnte.
Ihr sagtet, ich wäre jemand, den ihr küssen würdet. Zärtlich, auf einer Party.
Ihr seid nicht die selbe Person, doch eine Eigenschaft ist euch gemein: ihr seht keine Zukunft mit mir.
Doch nur er sagte mir unmittelbar ins Gesicht, dass er jemand anderes suche. Nicht mich.